Reiseharfe
Die treue Begleiterin auf allen Wegen

Reisen mit Harfe sind meistens mit Komplikationen verbunden:
Im Auto müssen oft Sitze umgeklappt werden und im Zug werfen die Mitreisenden einem Blicke zu, die im besten Falle interessiert sind, aber im vollen Zug schnell missbilligend werden. Im Flugzeug mutiert die Harfe zum Sperrgut – und wer trägt beim beim Wandern schon gerne einen Mühlstein auf der Schulter?

Die Reiseharfe löst alle diese Probleme auf elegante Weise. Mit einem Gewicht von drei bis vier Kilogramm und moderaten Ausmaßen wird sie zu einer leichtfüßigen Begleiterin, wohin auch immer uns der Weg führt.
Wenn die Harfentasche zusätzlich zu den normalen Tragegriffen noch mit Rucksackgurten ausgestattet ist, spüren wir ihr Gewicht kaum noch.

Die Größe einer Harfe ist vor allem von der Anzahl der Basssaiten abhängig, denn tiefe Bässe brauchen lange Saiten. Also hat die Reiseharfe einen reduzierten Bassumfang: Oft ist die tiefste Saite das kleine c (das zweittiefste c einer 34-saitigen Keltischen Harfe), manchmal geht sie auch bis zum a oder tiefer. Für den Harfenbauer gilt es das richtige Verhältnis zwischen Bassumfang und Harfengröße zu finden. Die entscheidende Frage ist für uns: Wie viele tiefe Basstöne brauche ich, um alles spielen zu können was ich spielen will, ohne dabei einen Verlust zu spüren?

Zum Glück gibt es einige Techniken und Tricks, mit deren Hilfe sich tiefe Bassgriffe und Akkordmuster auf der Reiseharfe darstellen lassen. Das ist gerade mein persönliches Arbeitsfeld, und es freut mich immer wieder, wenn ich Wege gefunden habe, auf der Reiseharfe ein Arrangement der Keltischen Harfe spielen zu können, ohne dass mir etwas fehlt.